Besuch im städtischem Tierheim und treffen mit Lela Bucek vom Verein ORPAK
Hallo liebe Freunde,
am Mittwoch hatten wir ein Treffen mit Lela Bucek von einer lokalen Tierschutzorganisation in Kruševac.
Wir haben uns intensiv über die aktuellen Probleme in der Region ausgetauscht und darüber gesprochen, welche Lösungsansätze langfristig helfen können.
Sehr schnell waren wir uns in einem entscheidenden Punkt einig: Die unkontrollierte Vermehrung von Besitzerhunden ist die Hauptursache für das enorme Tierleid – nicht nur in Kruševac, sondern in weiten Teilen Serbiens. Auch das Thema Bildung spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Hier vertreten wir die gleiche Auffassung: Nachhaltige Veränderungen können nur erreicht werden, wenn Aufklärung und Bildungsarbeit früh beginnen.
Aus diesem Grund haben wir ihr auch unsere Kinderbücher mitgebracht, damit diese künftig in Kruševac eingesetzt werden können. Über die weiteren Pläne und Projekte in diesem Bereich werden wir zu gegebener Zeit ausführlicher berichten.
Im Anschluss besuchten wir das städtische Tierheim in Kruševac.
Unser Besuch war unangekündigt, dennoch wurden wir sehr freundlich empfangen. Uns wurden sämtliche Bereiche der Einrichtung gezeigt, sodass wir uns selbst ein umfassendes Bild von der Arbeit vor Ort machen konnten.
Besonders beeindruckt hat uns, mit wie viel Engagement, Fachwissen und Herzblut sich die Mitarbeiter um die vielen Hunde kümmern. Auch den Quarantänebereich durften wir unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen besichtigen.
In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder unterschiedliche negative Berichte über dieses Tierheim gehört. Nach unserem persönlichen Besuch müssen wir jedoch sagen, dass unsere Eindrücke durchweg positiv waren. Die Anlage bietet Platz für etwa 300 Hunde und verfügt über großzügige Zwingeranlagen. Besonders aufgefallen ist uns das vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Mitarbeitern und den Hunden.
Natürlich handelt es sich um ein Tierheim in Serbien und nicht um eine Einrichtung, die mit den finanziellen Möglichkeiten vieler westeuropäischer Länder ausgestattet ist. Dennoch hatten wir den Eindruck, dass hier mit den vorhandenen Mitteln verantwortungsvoll und zum Wohl der Tiere gearbeitet wird.
Zusätzlich verfügt das Tierheim über einen separaten Agility- und Beschäftigungsbereich, in dem mit den Hunden gearbeitet wird. Bei unserem Besuch war die Einrichtung nicht vollständig ausgelastet, was wir als sehr positiv empfanden.
Außerdem erhielten wir Einblicke in die Dokumentation der Tiere und bekamen ausführlich erklärt, wie Vermittlungen organisiert und durchgeführt werden.
Für uns war dieser Besuch sehr interessant und aufschlussreich. Es ist wichtig, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Wir bedanken uns für den offenen Empfang und die Möglichkeit, die Einrichtung ausführlich besichtigen zu dürfen.







