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Städtische Tierheime in Serbien – Zufluchtsort oder Konzentrationslager?

Hallo, liebe Freunde,

gestern hat uns eine Nachricht erreicht, die uns den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Es geht um die sogenannte „Unterkunft“ in Bačka Topola, Serbien – ein Ort, den wir nie vergessen werden. Vor drei Jahren waren wir selbst dort. Wir haben das Elend mit eigenen Augen gesehen, Hunde medizinisch versorgt, jede einzelne Seele berührt – und immer wieder versucht, mit den Verantwortlichen Veränderungen zu erreichen. Wir kämpften gegen Mauern aus Ignoranz und Kälte.

Gestern keimte Hoffnung auf: 🙏
Eine Gruppe mutiger Tierschützer machte sich auf den Weg, um diesem Horror ein Ende zu setzen. Doch im Gegensatz zu uns vor drei Jahren, als wir noch hineingelassen wurden und das Leid direkt sahen, wurde ihnen gestern der Zutritt verweigert. Wir haben gehofft, gebangt, gebetet – doch wie es jetzt, drei Jahre später, hinter verschlossenen Toren aussieht, können wir uns lebhaft vorstellen.

Die Polizei und die Veterinärinspektion wurden gerufen – die Polizei zuckte nur hilflos mit den Schultern, und die Veterinärinspektion kam erst gar nicht.

Was sich damals und vermutlich auch heute noch hinter den Toren abspielt, raubt einem den Atem: nackter Beton unter den Pfoten, keinerlei Hygiene, kaum Futter – und wenn, dann verdorben. Keine medizinische Hilfe. Über allem liegt ein stechender, fast unerträglicher Ammoniakgeruch, der schon aus der Ferne in die Nase sticht. Vor kurzem wurde dort ein Sack mit elf lebenden Hundewelpen einfach „entsorgt“. Als wären sie nichts.

Die offiziellen Zahlen, die uns vorliegen, sprechen eine deutliche Sprache:
96 Hunde, 21 verstorben, 74 eingeschläfert.
Und wir müssen leider davon ausgehen, dass die tatsächlichen Zahlen – die Dunkelziffer – noch deutlich höher sind.
Der zuständige Tierarzt sprach kalt und gefühllos: „Spätestens nach zehn Tagen werden sie getötet, wir können ihnen nichts Besseres bieten.“

Doch das Töten ist in Serbien gesetzlich verboten – ein klarer Gesetzesbruch, der dennoch täglich geschieht. Das Tierschutzgesetz  ist hier nachzulesen:
 https://www.paragraf.rs/propisi/zakon_o_dobrobiti_zivotinja.html

Das Bitterste daran:😩

 Viele Menschen in der Region würden ihre Hunde kastrieren lassen, um genau dieses Leid zu verhindern. Doch sie haben weder das Geld noch die Möglichkeit. Wir wurden um Unterstützung gebeten, damit genau diesen Menschen Kastrationen ermöglicht werden – und damit keine weiteren Hunde in solchen städtischen Unterkünften, die eher einem Asyl als einem Tierheim gleichen, landen.

Bitte helft uns, den Menschen in dieser Region zu helfen und dafür zu sorgen, dass kein weiteres Tierleid entsteht. Jede Kastration kann unzählige Leben retten. Jede Spende bedeutet Hoffnung. Wir können vielleicht nicht die ganze Welt verändern – aber für die Zukunft etlicher  Hunde können wir die Welt verändern.

Kastrationen retten Leben..
Nicht irgendwann ! 
JETZT !